Die Kurzgeschichten in diesem Band handeln von Krieg und Frieden, von kleinen Ursachen mit großer Wirkung, Menschen, die aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen wurden und nun verzweifelt versuchen, noch einmal Fuß zu fassen, und der Ohnmacht, die jeden von uns ergreift, wenn man feststellt, daß man sich nur im Kreis dreht, statt vorwärts zu gehen.
An einem Freitagabend wartet Rifka im Speisesaal des Kibbutz Beth Chaim auf einen Anruf ihres Verlobten, der im Westjordenland dient. Noch ahnt sie nicht, daß sie seine Stimme nie mehr hören wird.
David und Hannah sind ganz vernarrt in ihr Töchterchen Sarah. Das Wiegenlied, das David für Sarah komponiert, wird nur ein einziges Mal gespielt werden.
Nayantara aus Indien vergißt schon bald die Not, die sie erleiden mußte, und Thamar aus dem Kibbutz Naim ist sich plötzlich nicht mehr sicher, ob sie wirklich alles zurücklassen kann, um in der Stadt zu leben.
Thomas möchte so gern ein Kind wie all die anderen sein, aber sein Sprachfehler erweist sich als großes Handikap.
Auch Alisah und Jaron träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Als Symbol für ihr Glück gilt die Rose, die Alisah mit nach Deutschland nimmt. Daß eine Rose auch Dornen hat, merkt sie erst später.
Wir hoffen, daß wir Sie auf diese und die anderen Erzählungen in 'An einem Freitagabend' neugierig machen konnten.