Der Roman ‘Die Trauerweide’ beschreibt den Leidensweg einer Frau unMutter, die ihren Ehemann bei einem tragischen Flugzeugabsturz verloren hat.
Sie hat sich noch nicht von dem Tod ihres Mannes erholt, als seine frühere Sekretärin behauptet, er sei der Vater ihrer Tochter. Daraufhin erleidet sie einen seelischen und körperlichen Zusammenbruch, der sich über Wochen hinzieht. Halt geben ihr in dieser Zeit nur ihre Kinder, ihre Eltern, ihre Schwiegermutter und ein paar Freunde.
Mit sehr viel Einfühlungsvermögen beschreibt Eva-Maria Pöltl, wie es ihre Heldin schafft, trotz ihrer Verzweiflung und der großen Probleme, die von allen Seiten auf sie einstürmen, wieder Lebensmut zu fassen und schließlich Glück in einer neuen Partnerschaft zu finden.
Das Bild der Frau, das Eva-Maria Pöltl zeichnet, entspricht in vieler Hinsicht nicht dem heute üblichen Trend zur Emanzipation. Ihre Heldin sieht ihre Rolle vielmehr im Ja-Sagen zur weiblichen Rolle in einer gleichberechtigten Partnerschaft.
‘Die Trauerweide’ spielt vor dem gesellschaftlichen Hintergrund Heidelbergs und stellt somit auch eine kritische – möglicherweise subjektive – Auseinandersetzung mit der vorwiegend akademischen Heidelberger Gesellschaft dar.