Frau Hoppe, Sie haben ja erst spät ihren ersten Roman unter Ihren Namen veröffentlicht! War das Schreiben dennoch schon immer ein Traum von Ihnen?
Schon von frühester Jugend an habe ich Bücher „verschlungen“. Manchmal habe ich beim Lesen gedacht, es muss toll sein, sich solche Geschichten ausdenken zu können, kam aber nie auf die Idee es selbst zu versuchen.
Erst im Jahr 2003 begann ich die Dinge, die mir schon länger im Kopf herumschwirrten auf Papier zu bringen. Dabei merkte ich wie viel Spaß mir das machte und es entstanden sehr schnell die ersten Kurzgeschichten und die Rohfassung zu „Nur ein Traum?“
Wie vereinbaren Sie das Schreiben und ihr Familienleben?
Ich schreibe am liebsten wenn niemand zu Hause ist, denn ich brauche die Ruhe dazu. Und die habe ich, wenn die Familie zur Arbeit, bzw. zur Schule ist.
Welchen Einfluss nimmt Ihre Familie am Schreiben?
Manchmal nehme ich Ideen meiner Töchter auf, so zum Beispiel einen Titelvorschlag für den Roman an dem ich gerade arbeite.
Sie haben Reiseverkehrskauffrau gelernt und auch in einer Grundschule gearbeitet. Das sind alles ganz unterschiedliche Aufgabenfelder. Was hat Ihnen denn am meisten Spaß gemacht?
Obwohl diese Bereiche unterschiedlicher kaum sein können, hat mir beides sehr viel Spaß gemacht.
War es schwierig einen Verlag für ihr erstes Buch zu finden?
Nachdem ich zwei Verlag- und zwei Agenturabsagen bekommen hatte, begann ich an meinem zweiten Roman zu schreiben. Dann entschied ich mich eine Schreibschule zu absolvieren und legte beide Romane auf Eis. Nachdem meine Schreiblehrerin mich auf den Verlag Aaronis-Collection aufmerksam machte, schickte ich nach nochmaligem Überarbeiten eine Leseprobe meines ersten Romans hin. Der Verlegerin gefiel die Probe und gab mir eine Zusage. „Nur ein Traum?“ erschien 2008 als E-book und im Oktober 2009 als Printausgabe.
Haben Sie sich jetzt beim Schreiben auf ein bestimmtes Genre festgelegt oder können Sie sich vorstellen auch Bücher aus einem ganz anderen Genre zu schreiben?
Bei den zeitgenössischen Liebesromanen, mal romantischer, mal frecher, fühle ich mich sehr wohl. Im Kurzgeschichtenbereich schreibe ich auch so genannte „Wahre Geschichten“ für Zeitschriften, erotische Kurzgeschichten und ab und an mal einen Kurzkrimis. Bisher habe ich nicht darüber nachgedacht in einem anderen Genre zu schreiben.
Bezieht sich der Buchinhalt von „Nur ein Traum“ auf wahre – selbst erlebte? Begebenheiten? Oder tauchen in Ihren Geschichten Personen auf, die sie kennen?
Wahr ist, dass ich wie die Hauptperson Carolin eine Mutter-Kind-Kur auf der Nordseeinsel Langeoog gemacht habe. Ich habe mich damals prompt in die Insel verliebt und sie samt Kur in die Geschichte eingebaut. Früher habe ich mit einigen Frauen auch Wochenendfahrten unternommen, bei denen wir viel Spaß hatten. Da kam mir die Idee, den Roman mit so einer Fahrt zu beginnen.
Die Personen und die Handlung sind rein fiktiv.
Wie sind sie auf die Idee zu „Nur ein Traum“ gekommen?
Sie nahm eines Tages Gestalt in meinem Kopf an und ich begann einfach meine Ideen aufzuschreiben. Dabei stand sehr schnell für mich fest einen entscheidenden Wendepunkt im Leben der Protagonistin Carolin auf Langeoog spielen zu lassen.
Unter wie vielen Pseudonymen haben Sie schon veröffentlicht? Dürfen Sie uns diese nennen?
Ich veröffentliche hauptsächlich unter meinem Namen. Ein Pseudonym benutze ich für erotische Geschichten, der Grund dafür war meine Tätigkeit in der Schule. Bei den Zeitschriften ist das unterschiedlich, da erscheint oft der Autorenname nicht.
Was schreiben Sie am Liebsten: Kurzgeschichten oder längere Romane?
Beides hat seinen Reiz. Ich schreibe auch während ich an einem Buch arbeite, zwischendurch immer wieder Kurzgeschichten.
Wissen Sie noch, wo und wie sie erfahren haben, das ihr Buch veröffentlicht wird? Und wie haben Sie reagiert, evtl gefeiert?
Die Zusage kam per E-mail von meiner Verlegerin Anita Friedrich. Ich hatte mir zuvor immer ausgemalt wie ich bei einer Zusage reagieren würde, ob ich sofort eine Flasche Sekt öffnen würde. Als die Zusage kam, habe ich mich zwar irre gefreut und es meiner Familie und Bekannten sofort erzählt. Aber irgendwie war es noch nicht greifbar und ich musste die Nachricht erst einmal sacken lassen. Es war ein unglaubliches Gefühl, als ich den Umschlag mit den Belegexemplaren öffnete und meinen Namen auf den Büchern las.
Wann haben Sie angefangen zu schreiben?
Ende 2003
Haben Sie schon ein neues Projekt in Arbeit?
Ja, ich arbeite an meinem dritten Roman. Aber es wird noch dauern, denn ich bin erst beim 5. Kapitel.
Mein zweiter Roman „Das Glück fährt Taxi“ wird im Mai/Juni 2010 beim Verlag Aaronis-Collection erscheinen.
Wie lange haben Sie an Ihre Bücher geschrieben, bis sie fertig waren?
Alles in allem mit mehrmaligem Überarbeiten jeweils ungefähr eineinhalb bis zwei Jahre. Zwischendurch immer mal liegengelassen um Abstand zu gewinnen. Das ist wichtig um wieder einen offenen Blick für Fehler und Ungereimtheiten zu bekommen.
Was würden Sie jemanden empfehlen, der gerne ein Buch veröffentlichen möchte? Auf was muss man achten?
Sich niemals auf einen Druckkostenzuschussverlag einlassen. Absagen nicht persönlich nehmen (musste ich auch erst lernen), weiterarbeiten, Kritik annehmen und daraus lernen – und sich ein ganz dickes Fell wachsen lassen.
Was ist Ihr Liebingsbuch? Ich habe so einige Bücher im Regal stehen, die ich toll finde und kann mich gar nicht festlegen.
Ich habe gerade „Die Wassergärtnerin“ von Tania Krätschmar beendet.
Schreiben Ihre Kinder auch?
Meine jüngste Tochter hat sich vorgenommen einen Roman zu schreiben und die ersten Figuren kreiert. Die Zeit wird zeigen, ob sie die Ausdauer dazu hat und die Lust daran behält. Im Teenageralter ändern sich die Interessen schnell. Ich bin sehr stolz, dass sie es versuchen will.
Bitte ergänzen Sie: Lesen ist ….
…für mich in Geschichten einzutauchen, den Alltag zu vergessen und am Leben vieler interessanter Protagonisten teilzunehmen.
Vielen herzlichen Dank Frau Hoppe, das Sie sich die Zeit genommen haben um die Fragen zu beantworten! Ich wünsche Ihnen alles gute für Ihre weiteren Pläne!
Ich danke ebenfalls, den Leser/innen und dir liebe Tine für das Interesse an meiner Arbeit. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht die Fragen zu beantworten.
Rosita Hoppe
Mit ihrem Buch "Nur ein Traum?" schreibt sich Rosita Hoppe in die Herzen aller Leser von Liebesromanen. Carolins Ehe mit Peter steckt in einer tiefen Krise. Um sich etwas abzulenken, unternimmt sie mit ihren Freundinnen einen Kurztrip . Zufällig begegnet ihr Peter,der sich sofort von ihr angezogen fühlt,aber ebenfalls verheiratet ist. Obwohl er in ihr leidenschaftliche Gefühle weckt , widersteht sie der Versuchung, und beide verlieren sich nach Ende der Reise aus den Augen. Carolin spricht sich mit ihrem Mann Peter aus und das Ehepaar findet wieder zueinander. Ein schwerer Schicksalsschlag verändert bald darauf Carolins Leben. Sie ist gezwungen, ihr Leben mit ihrer Tochter alleine zu meistern. Als Peter erneut in Leben tritt, bekommen beide eine zweite Chance zusammen ihr Glück zu finden.
Der Roman "Nur ein Traum?" ist für die Liebhaber romantischer Romane zu empfehlen. Das Buch ist trotz vereinzelter Längen, kurzweilig und sehr entspannend. Auch die erotischen Passagen sind überwiegend gut gelungen. Wer Liebesromane mag, wird mit den sympathischen Romanfiguren mitfühlen und auf ein Happyend hoffen. (4 von 5 Sternen)
Frauenromane per Mausklick Hamelspringer Autorin veröffentlicht Erstlingswerk als E-Book Hamelspringe (ric).
Ein Happyend? Alles andere kommt für Rosita Hoppe nicht infrage. Die heimische Autorin hat jetzt ihren ersten Roman veröffentlicht - als E-Book ("elektronisches Buch") bei einem Online-Verlag - und damit selbst ein Happyend erlebt: den ersehnten Einstieg in die Welt der Belletristik.
Der Weg zum Erstlingswerk war für die zweifache Mutter aus Hamelspringe kein leichter. "Schon 2003 habe ich den Roman in der ersten Fassung geschrieben", erinnert sie sich. 50 Seiten sind so zusammengekommen - zu wenig, um daraus ein richtiges Buch zu machen.
Rosita Hoppe besuchte Schreibkurse, verfeinerte ihren Stil, lernte das Handwerk besser kennen. Es gelang ihr, 25 ihrer Kurzgeschichten an Verlage zu verkaufen. Wenn ihr Mann zur Arbeit war, setzte sich die gelernte Reiseverkehrskauffrau an den Schreibtisch und feilte in Ruhe an ihrem großen Roman. Der handelt von einer Frau, die alles hat: Familie, Wohlstand, Freunde - und sich doch nach mehr sehnt. "Nur ein Traum?" hat jetzt 243 Seiten. Liebe, Beziehungen, Leidenschaft, Schicksale - der Stoff der Geschichte ist weniger klischeebelastet als er sich vielleicht anhören mag.
Nach erfolglosen Versuchen bei klassischen Verlagen hat Hoppe nun eine positive Rückmeldung von einem Online-Unternehmen erhalten. Das Werk ist dort für wenig Geld zu bestellen - als pdf-Datei für den Computer oder zum Ausdrucken. Nichts für Puristen, die lieber einen schweren Wälzer in der Hand halten. Doch dem digitalen Lesen gehört die Zukunft, meint Hoppe, die jetzt bereits Roman Nummer zwei fertig hat - eine "freche Geschichte". Möglich auch, dass die Hamelspringerin einen Trend aus Japan mitmacht: den Handy-Roman. In Fernost sind die kurzen Geschichten auf dem Mobiltelefon absolut im Trend.
Das E-Book "Nur ein Traum?" ist erhältlich bei www.aaronis-collection.com.
Das Radio-Interview finden Sie unter folgender Adresse: