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15. August 2009


1. Liebe Anita, du und Marietta habt ja diesen Verlag ins Leben gerufen. Ihr beide seid doch selbst schriftstellerisch tätig. Wie kam es zur Gründung des Verlages?

Marietta und ich haben die Aaronis Collection gegründet, um neben dem Schreiben auch noch etwas anderes zu tun und vor allen Dingen auch Bücher zu veröffentlichen, die uns wichtig sind. So zum Beispiel das Buch 'Sag mir, was ist Frieden', das demnächst auch als Paperback erscheinen wird. Inzwischen hoffen wir, dass die Aaronis Collection für uns ein zweites Standbein wird, aber das bleibt abzuwarten.

Ursprünglich haben wir die Aaronis Collection als E-Book-Verlag gegründet, in dem wir auch ab und zu Druckausgaben (wenn die Autoren es wünschten) als Ringbücher herausgeben wollten. Außer den E-Books haben wir von Anfang an als Spende für das Backnanger Tierpflegenest und den Backnanger Tierschutzverein Kalender entworfen und gedruckt, sowie einen Literaturkalender herausgegeben. Die Einnahmen und Kosten des Literaturkalender decken sich gerade mal so, einen Gewinn gibt es vorläufig dabei noch nicht, dennoch wollen wir nicht darauf verzichten.


2. Welche Schwerpunkte setzt ihr in eurem Programm? Sollen die Zielkunden nur Frauen sein?

Nein! Neben allgemeiner Belletristik, Schwerpunkt Frauenliteratur, möchten wir vor allen Dingen Bücher veröffentlichen, die uns persönlich wichtig erscheinen. So wird mit der Zeit ein Bereich Esoterik hinzukommen, weil das Mariettas Spezialgebiet ist. Einen großen Raum werden auch Bücher über Israel und jüd. Themen einnehmen. Auf diesen Bereich lege ich besonders Wert. Außerdem möchten wir Biografien veröffentlichen. So ist zum Beispiel das Buch 'Das Kind unter dem Tisch' äußerst spannend und lesenswert. Leider gibt es dieses Buch bisher nur als E-Book. Bevor es als Druckausgabe erscheint, möchte es die Autorin noch einmal überarbeiten.
Was wir niemals veröffentlichen werden, sind pornografische, rechts- oder linksradikale Schriften und Manuskripte, und 'Werke' von Fanatikern jeglicher Richtung.


3. Weshalb gerade ein E-Book-Verlag? Was macht diese Form der Herausgabe in euren Augen so attraktiv?

Einen E-Book-Verlag haben wir gegründet, weil es eine Weile so aussah, als könnten sich E-Books durchsetzen. Inzwischen sind wir uns da nicht mehr so sicher und werden den Verlag nach und nach auf Druckausgaben umstellen.


4. Wie ich gehört habe, seid ihr stetig dabei, euer Programm zu erweitern, auch bald für gedruckte Bücher?

Neue E-Books werden wir nur noch selten herausgeben, wenn überhaupt. Wie gesagt, wir wollen nach und nach auf Druckausgaben umstellen.


5. Wie findet ihr eure AutorInnen?

Während der nächsten Monate werden wir wohl hauptsächlich mit unseren bisherigen AutorInnen arbeiten. Neue AutorInnen werden wir vorläufig nur aufnehmen, wenn wir ein Manuskript unbedingt veröffentlichen möchten. Es ist eine Frage unseres Budgets. Wir haben allen Ernstes auch schon darüber nachgedacht, bei gewissen Büchern eine Kaution zu verlangen, die dann pro verkauftes Buch zurückgezahlt wird, haben diesen Gedanken inzwischen jedoch wieder verworfen. Wir wollen kein Zuschuss-Verlag sein. Wenn unsere Druckausgaben Erfolg haben und die Kosten einspielen, werden wir auch offen für neue AutorInnen sein. Ich bin überzeugt, dass wir nicht danach suchen müssen, sondern es wie bisher ist, dass sich die AutorInnen an uns wenden.


6. Auf welche Neuerscheinungen bei euch dürfen sich die Leser freuen?

u.a.
August 2009
Friesenfeuer von Edna Schuchardt (Ednor Mier)
Nordseekrimi

September 2009
Ilona wird Kibbuznik von Anita Friedrich
Jugendroman

Sebastian und das große Geld von Anita Friedrich
Ein Liebesroman in dem es um eine außergewöhnliche Schatzsuche und einen liebenswerten Bernhardiner geht. 


Oktober
Nur ein Traum? Von Rosita Hoppe
Liebesroman

Als ich die Tränen vergaß von Susanne Markwart
Ein Liebes-Kriminal-Roman, der in Lesbenkreisen spielt.

November / Dezember
Laura sieht mehr 1. Band -Das Buch der Schatten- von Mary Cotton (Marietta Gommel)
Jugendbuch

Weitere Bücher sind in Planung.

Wir danken dem Verlag für das sympathische Interview und drücken ganz fest die Daumen für die Zukunft!

Andromache