Home
Partner
Pressestimmen
Aaronis Collection
Kimberly Clark
Hoppe, Rosita
Schuchardt, Edna
Rezensionen
Gästebuch
Antiquariat
Autoren
Allgemeine Romanreihe
Biografien
Erotik
Erzählungen / Kurzgeschichten
Esoterik
Johakiso-Edition, Israel
Kalender
Kinder- u. Jugendbücher
Kindergebete
Krimis und Thriller
Lady Krimi
Lebensberatung
Lyrik
Romantic-Thriller
Tierbücher
Bücher a. anderen Verlagen
 
   
 


Wir veröffentlichen dieses Interview mit freundlicher Genehmigung von Darklady (http://darklady.twoday.net/)

Der Flieger aus New York hat fünfzehn Minuten Verspätung und dann dauert es noch mal fast eine Stunde, ehe Kimberly endlich zusammen mit anderen Passagieren aus der Abfertigungshalle tritt. Das letzte Mal, als wir uns trafen, hatte sie rote Haare. Jetzt ist sie erblondet, aber ich erkenne sie trotzdem sofort an ihrem breiten strahlenden Lächeln. Unsere Begrüßung ist herzlich, Kimberly drückt mich, dass mir fast die Luft wegbleibt. Aber so ist sie: spontan und direkt. Und mit dieser Direktheit erzählt sie mir gleich, dass sie im Flieger einen supertollen Typen kennen gelernt hat.
"Leider ist er streng verheiratet", grinste sie mir über den Rand ihrer Kaffeetasse hinweg zu, als wir kurze Zeit später im Möwenpick sitzen. "Er hat mir gleich eine ganze Sammlung Familienfotos gezeigt. Ach, ja..." Sie streicht die blonde Mähne zurück. "So ist es eben immer. Die Besten sind schon vergeben."
"Aber du willst doch gar keine feste Bindung", rutscht es mir heraus, worauf Kimberly herzhaft lacht.
"No, aber vögeln, Darling." Die Dame am Nachbartisch schaut empört auf und Kimberly schlägt rasch die Hand vor den Mund. "Oh je, ich vergesse immer, dass ein Dreiviertel der Menschheit Englisch spricht oder zumindest versteht. Aber eine so feine ältere Dame wie Sie, sollte das Wort 'vögeln' eigentlich nicht kennen", das ist an die Dame am Nachbartisch gerichtet, die hastig ihre Nase in die Kaffeetasse steckt.
"Kim", beginne ich mit dem Interview. "Sag mal, wieso um alles in der Welt schreibt eine bekannte Autorin wie du für einen eher kleinen, eher unbekannten Verlag wie Aaronis Collection?"
Kimberly sieht mich erstaunt an.
"Du weißt doch, dass ich mit Marietta und Anita schon seit Jahren befreundet bin!" Dann lachte sie. "Ach so, wir machen jetzt das Interview, ja? Well, also dann erzähle ich dir die Geschichte. Anita und ich haben uns auf einer Israelreise kennen gelernt. Wir sind uns auf Anhieb sympathisch gewesen und haben die ganzen sechs Wochen miteinander verbracht. Es war ein toller Urlaub, Anita weiß unheimlich viel über das Land. Ich habe sie dann zu mir nach Denver eingeladen und ein Jahr darauf kam sie zusammen mit ihrer Freundin Marietta zu mir nach Denver. Und seitdem stehen wir in ständigem Kontakt miteinander. Als Anita mir von ihren Plänen, Aaronis betreffend erzählte und mich fragte, ob ich irgendwann auch mal etwas für sie schreiben würde, war es klar, dass ich ja sagte. Well, und jetzt ist es soweit."
"Übrigens", fährt sie fort. "Der Verlag besteht schon seit einigen Jahren. Allerdings hat er bis 2009 ausschließlich Kalender und E-Books herausgebracht. Seit diesem Jahr gibt er nun auch Prints heraus. Und was meinen Bekanntheitsgrad angeht..." Sie lacht. "Oh goodness, hier in Europa kennt mich doch keine Nase. Ich hoffe allerdings, dass sich das im nächsten Jahr ändert."
Darklady: "Wie bist du zum Schreiben gekommen?"
Kimberly: "Wie der Hund zu Flöhen. Es war einfach da, tief in mir drin und irgendwann fing es an zu rumoren und ich habe angefangen. Da war ich siebzehn."
Darklady: "War das gleich ein großer Roman?"
Kimberly: "Nein, das waren Kurzgeschichten und so. Ich habe dann nebenher ein paar Semester Literatur studiert und viel von den Großen gelernt. Meinen ersten richtigen Roman habe ich mit zwanzig veröffentlicht und dachte, dass das reines Anfängerglück gewesen sei. Also schrieb ich weiter, um herauszufinden, ob ich's wirklich kann. Tja, und dann steckte ich auch schon mittendrin im Schreibzwang."
Darklady: "Waren deine ersten Romane auch schon erotisch?"
Kimberly: "Ja." Sie schmunzelt. "Du weißt, ich bin ein sehr sinnlicher Mensch. Aber die Erotikromane, die damals auf dem Markt waren, machten mich nicht an. Frauen empfinden Erotik nun mal anders als Männer. Ich meine, vögeln wollen beide, aber bei Frauen muss das Drumherum stimmen. Männer machens überall und mit jeder. Ich dachte, es muss doch auch was geben, das Frauen anspricht und als ich nichts fand, habe ich mir meinen eigenen Erotikroman geschrieben."
Darklady: "Die Frauen in deinen Romanen sind aber auch nicht gerade wählerisch."
Kimberly: "Das stimmt nicht. Sie sind nur nicht so verklemmt wie die meisten Amerikanerinnen. Seit Bush ist das noch schlimmer geworden. Der Idiot hat auch im Land einen Haufen Unheil angerichtet."
Darklady: "Wie viel Autobiographisches steckt in deinen Romanen?"
Kimberly (grinsend): "Nun, ich schreibe über Sex und ich habe Sex. Ich probiere gerne aus und experimentiere auch gerne. Demzufolge fließen also meine Erfahrungen in die Texte mit ein."
Darklady: "Wie lange arbeitest du durchschnittlich an einem Buchmanus?"
Kimberly: "Das kommt darauf an wie lang die Story ist. Aber im Durchschnitt brauche ich von der ersten Zeile bis zum fertig überarbeiteten Manuskript etwa sechs Monate."
Darklady: "Was törnt dich persönlich beim Sex ab und wie muss dein Traummann aussehen?"
Kimberly: "Typen, die behaart sind wie OrangUtahs, ungepflegt sind oder schlechte Zähne haben, kommen mir nicht in mein Bett. Und mein Traumann - ha, sieh dir meine Storys an. Die Protagonisten dort sind alle irgendwie so, wie ich mir einen echten Kerl wünsche."
Darklady: "Kim, danke für das Interview und alles Gute für deinen Start hier in Deutschland."
Kimberly: "Danke dir, Darklady, und richte bitte allen deinen Blogleserinnen und Lesern meine herzlichen Grüße aus. Hey Friends, I wish you an merry merry Christmas and a Happy New Year!"