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Diese Rezension ist auf Noras Bücherregal erschienen

http://buecher.noras-notizen.de

Sebastian und das große Geld, v. Anita Friedrich

Ein Buch für kuschelige Winterabende am Kamin:


Der Winter ist schön aber auch anstrengend, denn das Wetter hält die Menschen zu Hause in der warmen Stube und wenn man trotzdem raus muss, ist das zur Zeit ein gefährliches Unterfangen. Sowohl für Autofahrer als auch für Fußgänger sind Rutschpartien an der Tagesordnung. Da freut man sich doch, dass man eine Ausrede hat, es sich bei einem spannenden und „leichtfüßigen“ Buch gemütlich zu machen.

So ein Buch ist mir dieser Tage ins Haus geflattert. Ein kleiner Roman, der sich nicht scheut, die Sehnsucht nach einem romantischen Schloss, einem geheimnisvollen Park, einer Liebesgeschichte mit Happy End, zu bedienen. Neben den adligen Protagonisten in ihrer heilen Welt, gibt es in dieser Geschichte auch Intrigen und Raffgier, einen verborgenen Schatz, eine Familien-Gruft und Gott sei Dank auch den lieben Hund Sebastian, der immer im rechten Moment da ist, um Gutes vom Bösen zu scheiden bzw. zu erschnuppern. Er schenkt seine Zuneigung instinktiv den Rechtschaffenen und Liebenswerten und hilft ihnen, den Schatz zu heben. Sehr zu Recht wird er deshalb auch am Ende von seinen neuen Besitzern aufgenommen in ihr wohlverdientes Liebesglück auf Schloss Ludin.

Wem das nicht spannend genug ist, der wird Freude haben an der Beschreibung des Vergnügens, das der alte Graf Ludin hat beim Verfassen seines (recht hinterlistigen) Testamentes, das so ganz anders ausfällt, als seine geldgierigen Verwandten das erwarten. Als kurz darauf der Herr von Schloss Ludin die Augen schließt, werden die Verwandten aus Nah und Fern zur Testamentseröffnung eingeladen. Es treffen sich an einem Wochenende dort neben den Erbberechtigten, die sich kennen, auch Astrid Schumann, eine allen völlig unbekannte junge Frau, die sich als Haupterbin herausstellt. Aus England reist Graf Richard von Ludin an, mit dem auch niemand gerechnet hat, da er lange Zeit vom alten Grafen verstoßen war. So werden also die Karten völlig neu gemischt. Um die Verwirrung komplett zu machen, hat der Herr von Schloss Ludin einen beträchtlichen Goldschatz innerhalb von Schloss und Park Ludin (noch eigenhändig) versteckt, den derjenige bekommen soll, der ihn findet. Diese Verfügung sorgt dafür, dass das Schloss und der Park für einige Tage zum Tollhaus werden, da die lieben Verwandten jeden Stein umdrehen, in der Hoffnung, den geheimnisvollen Schatz zu heben. Es geht allmählich ziemlich kriminell zu, denn einige schrecken nicht vor Gewalt zurück, was besonders Richard von Ludin zum Verhängnis wird.

Da ist es nicht zu verachten, dass Hunde eine gute Spürnase und viel Menschenkenntnis besitzen und sich ihre Lieblingsmenschen gerne selbst aussuchen.

Weil dies jedoch ein Buch mit Happy End und Mut zur heilen Welt ist, können am Ende auch die Verlierer in diesem Spiel noch einigermaßen ungeschoren das Schloss verlassen. Die neue Schlossherrin Astrid und ihr Verlobter Richard von Ludin bleiben als Frisch-Verliebte zurück in ihrem neuen Heim. In ihrer Begleitung befindet sich der treuherzig blickende Bernhardiner Basti, der Hund des verstorbenen Grafen. Er hat den neuen Schlossbesitzern bei der „Schatz“-Suche im doppelten Sinne des Wortes geholfen und ist deshalb das eigentliche „Goldstück“ in diesem Roman.

Ende gut, alles gut. Ein liebenswerter, leicht zu lesender Roman für Verliebte und Tierfreunde an einem verschneiten Wochenende.

Das Buch ist erhältlich im Internet bei www.aaronis-collection.com als Printausgabe und auch als eBook zum Lesen am Computer. Ebenfalls bei amazon.de und es kann auch bei jeder Buchhandlung bestellt werden.

Anita Friedrich ist unter verschiedenen Pseudonymen eine der bekanntesten Heftroman-Autorinnen in Deutschland. Daneben ist sie eine sehr engagierte Tierschützerin. Sie gibt deshalb zwei Euro aus dem Erlös eines jeden Buches, das über das Internet bestellt wird, weiter an das „Tierpflegenest Backnang e.V.“.