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Zwar spielt die Erzählung im Jahr 1973, aber (leider) hat sich an der politischen Situation nicht viel geändert, doch das nimmt dem Buch nichts. Ich fand es spannend, endlich etwas mehr über das Land und die Lebensweise der  Menschen zu lernen, die dort leben. Ich fand es zudem beeindruckend, wie die Menschen dort mit der ständigen Bedrohung umgehen. Ebenso interessant war es für mich, etwas über den jüdischen Glauben zu erfahren. Die Geschichte ist flüssig geschrieben aus der Sicht einer 12-Jährigen, die sich zunächst gegen das Neue sträubt. Als Leser geht man mit ihr in das "alte" Land und lernt es mit ihr kennen und es zu lieben. Ein schönes Buch, das nicht nur für Kinder sondern auch für Erwachsene sehr interessant ist. 

E.M. Maxima
  
Die Familie des Arztes Dr. Stein wandert von Wien nach Israel aus, um dort in einem Wüstenkibbuz zu leben. Die Tochter Ilona erlebt diesen Einschnitt in ihr 12-jähriges junges Leben als eine große Schwierigkeit, mit der sie sich zunächst nicht abfinden will. Langsam lernt sie die hebräische Sprache, das Land und die Verhältnisse in der besonderen Situation eines Kibbuzes kennen und schließlich auch lieben.

Beurteilungstext

Den Wandel im Leben der jugendlichen Ilona von dem Auszug aus Wien, der Schifffahrt nach Israel und dem Dasein in dem Kibbuz Givat Moshe, südlich von von Beersheva, kann man wie eine Tagebuchaufzeichnung in der Sprache dieser Zwölfjährigen lesen. Geschickt werden Einblicke in die Sitten und Probleme des jungen Staates und in die jüdische Religion in der spannend geschriebenen Erzählung gegeben. Bei der Reise der Familie Stein zum Toten Meere und dem Ferienausflug der Kinder ins galiläische Gebiet und zu den Golan-Höhen lernt man Land und Leute und die landschaftlichen Besonderheiten kennen.
Sehr schön nachempfunden sind auch die psychischen Probleme der Ilona, die Not hat, ihre gewohnte Heimat in Österreich mit der ganz anderen Welt in Israel zu tauschen. Erst die Begegnung mit den anderen Jugendlichen aus dem Kibbuz und vor allem die Freundschaft zu dem etwa gleichaltrigen Juval, einem Pflegekind, helfen dem Mädchen, sich schließlich in das neue Leben einzufinden. Sie erlebt sogar die Konflikte zwischen Arabern und Israelis in dem Krieg 1973 hautnah mit und versteht langsam auch die politischen Verhältnisse.
Das Buch vermittelt echte und notwendige Aufklärung über die Existenzschwierigkeiten des Staates Israel in einer leicht verständlichen, jugendgemäßen Sprache.
Hilfreich ist das kurze, aber informative Glossar zu den wichtigsten israelischen Feiertagen im Anhang des Buches.
Bewertung: sehr empfehlungswert

frisch, Nordrhein-Westfalent
AJuM